Die Veranstaltungen des Fachbereichs Zeitgeschehen und Diskurs greifen aktuelle Themen aus Politik, Geschichte, Wissenschaft und Gesellschaft auf. Sie wollen informieren, Zusammenhänge vermitteln und zum Gespräch einladen.
Kurse nach Themen
Bei dieser Führung tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der sächsischen Medizin. Über 40 Jahre lang wurden im Krankenhaus Küchwald Instrumente, Geräte und Apparate aus den verschiedensten medizinischen Fachbereichen gesammelt. Von der Äthermaske bis zum Narkosegerät, vom starren Bronchoskop bis zum flexiblen Gastroskop – eine beeindruckende Auswahl historischer Geräte kann hier aus nächster Nähe betrachtet werden. Die historischen Räume des alten Badehauses bieten dafür den idealen Rahmen. Der Fokus liegt besonders auf Geräten, die in Chemnitz und Umgebung entwickelt wurden. Ein Besuch im Archiv und der Bibliothek rundet die Erkundung der Sammlung ab.
Der Rundgang führt in die Geschichte des ehemaligen Gefängnisses Hoheneck ein und beleuchtet die politische Strafjustiz in der DDR. Das Gefängnis steht synonym für etwa 24.000 Frauen, die teils aus politischen Gründen dort inhaftiert waren. Die Führung gibt grundlegende Informationen zur Geschichte des Gebäudes, zum Leben der Inhaftierten, zur Bedeutung dieses Ortes in der deutschen Geschichte und zeigt die politischen Hintergründe. Wir laden Sie ein, die im Sommer 2024 eröffnete Gedenkstätte kennenzulernen.
Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zu einer anschaulichen Zeitreise durch das "Leseland DDR" ein. Ein Land, dessen Obrigkeit an die Macht des geschriebenen Wortes glaubte und es zugleich fürchtete. Wo das Lesen und Schreiben mit großem Aufwand gefördert wurde, während politisch unerwünschte Literatur in Bibliotheken nur mit einem „Giftschein“ zugänglich war. Die Ausstellung erzählt vom Eigensinn der Menschen, die sich ihre Lektüre nicht vorschreiben lassen wollten. Sie führt aber auch in die Welt von Krimis, Märchen und Science-Fiction ein, berichtet von der Literatur aus der Sowjetunion, den schreibenden Arbeitern des sozialistischen Realismus und lässt in alte Kochbücher blicken. Damit leistet die Ausstellung einen Beitrag zur Aufarbeitung der Kulturgeschichte der DDR. Sie ist vom 7. September 2026 bis 2. Oktober 2026 von montags bis freitags während der Öffnungszeiten in der Volkshochschule zu sehen.
Das DDR-Regime förderte das Lesen und die Lesefreude. Zugleich unterlag jedes gedruckte Wort einer strengen Kontrolle und Zensur. Das Buch „1984“ von George Orwell konnte in der DDR nur lesen, wer einen sogenannten „Giftschein“ hatte. Nur in einigen wissenschaftlichen Bibliotheken lagerten Ausgaben in verschlossenen Schränken. Zur „Giftschrankliteratur“ gehörten aber auch Comics oder Liebesromane aus dem Westen. Gelesen wurden Orwell und viele andere verbotene Autorinnen und Autoren aber dennoch. Der Vortrag erläutert die Zensurpolitik des DDR-Regimes anhand ausgewählter verbotener Bücher in der DDR. Das Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz begleitet diese Veranstaltung und bietet Beratungsmöglichkeiten rund um die Stasi-Akten an. Auch ein Antrag auf Einsicht in die Stasi-Akten kann gestellt werden. Hierfür wird ein gültiges Personaldokument benötigt.
Der Stadtteilspaziergang widmet sich der architektonischen, sozialen und politischen Geschichte des Fritz-Heckert-Gebietes. Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf dem Stadtteil als Wohnort, Vernetzungsraum und Tatort des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Während des Spaziergangs werden die konkreten Orte, an denen das NSU-Netzwerk lebte und Verbrechen beging, aufgesucht. Wie war das NSU-Netzwerk in Chemnitz verankert? Der Stadtteilspaziergang beginnt am Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fahren gemeinsam mit der Straßenbahn ins Fritz-Heckert-Gebiet. Das Bahnticket muss im Vorfeld selbst organisiert werden. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des ASA-FF e. V. Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Das Weiterbildungsangebot unterstützt Vereine dabei, ihre Öffentlichkeitsarbeit klar, wirksam und mit überschaubarem Aufwand zu gestalten. Im Fokus stehen praktische Einblicke in Pressearbeit, Social Media sowie die Betrachtung von verschiedenen Informationsmaterialien. Ziel ist es, die eigene Arbeit sichtbarer zu machen und Menschen besser zu erreichen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Bürgerstiftung für Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind. Die Gesprächsgäste des Abends haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Im Gespräch mit den Gästen ist die Erfahrung des Umbruchs zentral, zudem wird auf die Vergangenheit und die Zukunft geblickt. Die Veranstaltung wird von Knut Elstermann moderiert und ist eine Kooperation des Deutschen Volkshochschulverbandes und der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Wie kann ehrenamtliches Engagement Menschen in Chemnitz nachhaltig verbinden? Der Start with a Friend e. V. stellt seine Arbeit vor und gibt Einblicke in die Community-Angebote sowie in die Vermittlung von Tandempartnerschaften. Der Vortrag richtet sich an alle, die mehr über niedrigschwellige Integrationsarbeit erfahren oder sich selbst engagieren möchten.
Beim Vereinsstammtisch haben ehrenamtlich Engagierte und Vorstände aus Vereinen die Möglichkeit, sich in lockerer und informeller Atmosphäre zusammenzufinden, kennenzulernen, zu vernetzen und gemeinsam über verschiedene Themen auszutauschen. In entspannter Atmosphäre haben Sie an diesem Abend die Gelegenheit, andere gemeinnützige Träger und Engagierte kennenzulernen, die Kleidung und Textilien ein zweites Leben geben. Wir laden Sie ein, Erfahrungen auszutauschen und über Ihre Arbeit, Herausforderungen und Ideen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bürgerstiftung für Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Der Journalist und Wissenschaftler Dr. Lutz Mükke hat als Afrika-Reporter unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet. Als Reporter und Wissenschaftler war er in über 30 Ländern des Kontinents unterwegs. An diesem Abend berichtet er über seine Tätigkeit, den journalistischen Auftrag und seine Recherchen. Dr. Lutz Mükke hat Journalistik und Afrikanistik in Leipzig und Kampala/Uganda studiert. Er war Wissenschaftlicher Direktor am Europäischen Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung und federführender Mitgründer des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit.
Seit 1990 ist es in Ostdeutschland möglich, die Geschichte der sowjetischen Speziallager nach dem Zweiten Weltkrieg öffentlich aufzuarbeiten. Das betrifft auch die Verhaftungen in Chemnitz und Umgebung. Viele Betroffene kamen ohne ein Urteil in das Speziallager Nr. 2 in Buchenwald. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald informieren in dieser Veranstaltung über die Geschichte der Speziallager und aktuelle Forschungsergebnisse. Sie geben Anregungen für biografische Recherchen zu Verhafteten und möchten Geschichtsinteressierte zum Gespräch einladen.
Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Arbeit der Telefonseelsorge in Chemnitz. Die Telefonseelsorge bietet Menschen in Krisen, bei Sorgen oder in belastenden Lebenssituationen die Möglichkeit, anonym und rund um die Uhr mit jemandem zu sprechen. Doch wie sieht diese Arbeit eigentlich aus? Wie werden die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Aufgabe vorbereitet und ausgebildet?
Chemnitz hat eine reiche Industriegeschichte. Das im 14. Jahrhundert erteilte Bleichprivileg hat zur Entstehung einer sehr erfolgreichen Textilindustrie geführt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in der Folge der allgemeine Maschinenbau und der Werkzeugmaschinenbau. Noch heute lassen sich viele Zeugnisse dieser Industriegeschichte in Chemnitz finden. Die Fahrradtour lädt dazu ein, sich ein umfassendes Bild zu verschaffen. Sie führt durch die Innenstadt und über den Sonnenberg. Bei schlechtem Wetter findet die Tour zu Fuß und unter Nutzung des ÖPNV statt. Die entsprechenden Tickets sind durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zu beschaffen.
Serbien, Kosovo, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien bilden die Länder des westlichen Balkans. Die Region blickt sowohl mit Hoffnung also auch Ablehnung auf die Europäische Union (EU) und ist ein Seismograf globaler und europäischer Entwicklungen. Trotz jahrelanger Verhandlungen ist es bislang nicht gelungen, ihnen eine konkrete Perspektive für den Eintritt in die EU zu bieten. Der westliche Balkan ist zugleich Schauplatz von Konflikten und Spannungen der Nachbarn untereinander oder von Interessen anderer globaler Großmächte. An diesem Abend stellt Prof. Dr. Florian Bieber, Professor für Geschichte und Politik Südosteuropas an der Universität Graz, die Hintergründe vor und zeichnet die historische Entwicklung in der Region nach.
Bei dieser Führung tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der sächsischen Medizin. Über 40 Jahre lang wurden im Krankenhaus Küchwald Instrumente, Geräte und Apparate aus den verschiedensten medizinischen Fachbereichen gesammelt. Von der Äthermaske bis zum Narkosegerät, vom starren Bronchoskop bis zum flexiblen Gastroskop – eine beeindruckende Auswahl historischer Geräte kann hier aus nächster Nähe betrachtet werden. Die historischen Räume des alten Badehauses bieten dafür den idealen Rahmen. Der Fokus liegt besonders auf Geräten, die in Chemnitz und Umgebung entwickelt wurden. Ein Besuch im Archiv und der Bibliothek rundet die Erkundung der Sammlung ab.
Deutschland soll wieder „kriegstüchtig“ werden, das US-Verteidigungsministerium wurde in „Kriegsministerium“ umbenannt und der Begriff des Krieges, der in den letzten Jahrzehnten aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verschwunden schien, wird wieder salonfähig. Krieg erscheint in den Debatten als Mittel zur Durchsetzung imperialer, aber auch vermeintlich moralischer Ziele. Das Café Philo nimmt dies zum Anlass, die klassischen Fragen nach einem gerechten Krieg, aber auch Fragen nach dem Stand des Pazifismus, nach der Legitimität humanitärer Intervention und nicht zuletzt nach der Veränderung des Krieges durch Drohnen und Cyberangriffe zu diskutieren. Wir laden Sie zum philosophischen Gespräch ein. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Freien Instituts für Bildung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz. Termine: W2613010 06.10.2026, 19:00 Uhr Weltecho, Annaberger Straße 24 W2613011 03.11.2026, 19:00 Uhr Kulturhaus Arthur, Hohe Straße 33 W2613012 12.01.2027, 19:00 Uhr Weltecho, Annaberger Straße 24 W2613013 02.02.2027, 19:00 Uhr Kulturhaus Arthur, Hohe Straße 33
Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Stadtpark erfahren Sie mehr über die positive Wirkung auch von langsamer Bewegung. Kleine Übungen runden den Spaziergang ab. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und ist auch für Menschen mit einem Rollator geeignet. Auf dem Weg gibt es Möglichkeiten zum Sitzen.
Jüdisches Leben prägte die Kultur und Wirtschaft der Stadt Chemnitz seit der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts. Im Nationalsozialismus wurde es jedoch fast vollständig ausgelöscht. Ein Rundgang über den Chemnitzer Kaßberg verbindet Orte der Erinnerung mit Wirkungsstätten jüdischer Bürgerinnen und Bürger und einer lebendigen Gegenwart der heutigen jüdischen Gemeinde.
Persönliche Weiterentwicklung, neue Impulse neben Studium, Beruf oder Arbeitslosigkeit, Ausgleich vom Alltag oder der Wunsch nach sozialen Kontakten – es gibt viele Gründe für freiwilliges Engagement. Die Veranstaltung zeigt mögliche Einsatzbereiche auf und gibt Tipps, um das richtige Ehrenamt zu finden. Auch Aufwandsentschädigung, Versicherung und Engagement-Vereinbarungen werden thematisiert. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Freiwilligenzentrums im Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.
Wenn über die Einheit Deutschlands gesprochen wird, bleiben manche Stimmen außen vor, oft werden Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“ in Ost und West damit verbunden. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Pauline José Miguel und Cahit Başar gehen im Gespräch mit der Moderatorin Nhi Le diesen Themen nach. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Deutschen Volkshochschulverbandes und der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Chemnitz hat eine reiche Industriegeschichte. Das im 14. Jahrhundert erteilte Bleichprivileg hat zur Entstehung einer sehr erfolgreichen Textilindustrie geführt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in der Folge der allgemeine Maschinenbau und der Werkzeugmaschinenbau. Noch heute lassen sich viele Zeugnisse dieser Industriegeschichte in Chemnitz finden. Die Fahrradtour lädt dazu ein, sich ein umfassendes Bild zu verschaffen. Sie führt durch die Innenstadt und über den Sonnenberg. Bei schlechtem Wetter findet die Tour zu Fuß und unter Nutzung des ÖPNV statt. Die entsprechenden Tickets sind durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zu beschaffen.
Erdöl und Erdgas dienen bis heute weltweit als Energieträger und Rohstoffe für die chemische Industrie, sie bleiben zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Auch für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie werden weiter Kohlenstoffquellen benötigt. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Kohlenstoff effizient in einem Kreislauf geführt werden kann. Wie lassen sich gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten erschließen? Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München. Sie findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Im nationalsozialistischen Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Jüdinnen und Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen, allerdings ohne Ergebnis. Viele der Flüchtlinge wählten illegale und gefährliche Fluchtwege. Im Vortrag stellt die Historikerin und Politikwissenschaftlerin Dr. Susanne Heim diese Geschichte der Verfolgung der deutschen Jüdinnen und Juden dar. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Die transatlantischen Beziehungen stehen in der Diskussion, vielfach wird von einer Krise innerhalb der NATO und einer Krise der liberalen internationalen Ordnung gesprochen. Der Vortrag skizziert die Veränderungen in der US-Außenpolitik unter Donald Trump sowie ihre Folgen für die deutsche und europäische Außenpolitik und das europäische Streben nach strategischer Autonomie. An diesem Abend werden aktuelle Forschungen zur Internationalen Politik vorgestellt. Wir laden Sie ein, mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Kai Oppermann ins Gespräch zu kommen.
Der Rundgang führt in die Geschichte des ehemaligen Gefängnisses Hoheneck ein und beleuchtet die politische Strafjustiz in der DDR. Etwa 24.000 Frauen waren dort teils aus politischen Gründen inhaftiert. Die Führung gibt grundlegende Informationen zur Geschichte des Gebäudes, zum Leben der Inhaftierten, zur Bedeutung dieses Ortes in der deutschen Geschichte und zeigt die politischen Hintergründe. Wir laden Sie ein, die im Sommer 2024 eröffnete Gedenkstätte kennenzulernen.
Stolpersteine sind ein Projekt gegen das Vergessen und ein fester Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur. In Chemnitz erinnern mehr als 360 Gedenksteine, eingelassen in den Bürgersteig, an tragische Schicksale von Menschen, die während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Tod getrieben wurden. Die kleinen Messingtafeln auf den Steinen geben Auskunft über Namen und die wichtigsten Lebensdaten dieser Menschen und markieren ihre letzten Wohn- oder Wirkungsstätten. Seit seiner Gründung ist das Projekt der Stolpersteine umstritten. Vortrag und Gespräch gehen der Frage nach, welche Stärken und Schwächen diskutiert werden und auf welche Weise Stolpersteine als Teil einer deutsch-jüdischen Demokratiegeschichte verstanden werden können. Die Veranstaltung ist Teil von „Tacheles 2026“, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen.
Der Freiwilligentreff bietet Interessierten, Freiwilligen und Vereinen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen: Sie sind auf der Suche nach einem Ehrenamt? Oder schon lange aktiv und möchten sich mit anderen Engagierten sowie verschiedenen Einrichtungen vernetzen? Wir laden Sie herzlich zum offenen Austausch ein. Kommen Sie einfach vorbei! Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Freiwilligenzentrums im Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.
Mit dem Siegeszug der Sozialen Medien hat sich die öffentliche Kommunikation grundlegend verändert. Studien zeigen: Vielen gelten Soziale Medien als rechtsfreie Räume. Sie verzerren politische Diskurse und wirken auch auf traditionelle Medien zurück. Geht es einigen Akteuren inzwischen primär um Aufmerksamkeit, die am ehesten durch emotionale Dauererregung erzeugt wird, schwindet der sachliche, konstruktive Dialog. Der Kurs geht diesen Fragen aus sprachwissenschaftlicher Sicht nach. Im Kurs wird die Wirkungsweise populistischer Rhetorik in Sozialen Medien untersucht.
Der Roman „Herumtreiberinnen“ von Bettina Wilpert erzählt die Schicksale von drei jungen Frauen in Leipzig im 20. Jahrhundert. Er führt vor Augen, welchen Einfluss unterschiedliche politische Regime und Gewalt auf das Leben einzelner Frauen haben. Zu den Protagonistinnen gehört Manja: Sie ist 17 Jahre alt und lebt im Leipzig der 1980er- Jahre. Ihre beste Freundin Maxie und sie schwänzen die Schule, sie brechen in Schrebergärten ein und treffen sich im Freibad oder auf dem Rummel mit Jungs. Bis Manja im Zimmer des Vertragsarbeiters Manuel von der Volkspolizei erwischt und in eine Geschlossene Venerologische Station für Frauen zwangseingewiesen wird. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., der Gedenkstätte Hoheneck, des Instituts für Politikwissenschaft der TU Chemnitz, der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Volkshochschule Chemnitz. Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Wer die eigene Familiengeschichte erforschen möchte, steht vor folgenden Fragen: Wo sind Informationen über die Vorfahren erhältlich? Wie lassen sich die Forschungsergebnisse sinnvoll ordnen? Welche Hilfsmittel stehen bei Recherche und Auswertung von Informationen zur Verfügung? Dieser Kurs macht Sie mit den Grundlagen der Genealogie vertraut und bietet Hilfestellung für das Lesen alter Urkunden.
Seit Urzeiten erkunden Menschen den Willen der Götter, befolgen deren heilige Ordnung und hoffen auf Erlösung. Der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Maier beschreibt in seinem Buch „Weltgeschichte der Religionen. Von der Steinzeit bis heute“ die Geschichte der Religionen von den frühesten Grabkulten über die Weltbilder des Alten Orients und den Monotheismus bis zu den heutigen Religionskonflikten und der individuellen Suche vieler Menschen nach Heil. An diesem Abend möchte er zu seinen Forschungen rund um die Geschichte der Religionen ins Gespräch kommen.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren. Dabei soll gezeigt werden, dass ein Teil der gegenwärtigen politischen und sozialen Konflikte mit einer starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun hat. Es wird auch diskutiert, wie sich das Bedürfnis nach Kontinuität und Prozesse der Veränderung miteinander kombinieren lassen. Prof. Dr. Steffen Mau hat den Lehrstuhl für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin inne und ist Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Deutschland soll wieder „kriegstüchtig“ werden, das US-Verteidigungsministerium wurde in „Kriegsministerium“ umbenannt und der Begriff des Krieges, der in den letzten Jahrzehnten aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verschwunden schien, wird wieder salonfähig. Krieg erscheint in den Debatten als Mittel zur Durchsetzung imperialer, aber auch vermeintlich moralischer Ziele. Das Café Philo nimmt dies zum Anlass, die klassischen Fragen nach einem gerechten Krieg, aber auch Fragen nach dem Stand des Pazifismus, nach der Legitimität humanitärer Intervention und nicht zuletzt nach der Veränderung des Krieges durch Drohnen und Cyberangriffe zu diskutieren. Wir laden Sie zum philosophischen Gespräch ein. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Freien Instituts für Bildung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz. Termine: W2613010 06.10.2026, 19:00 Uhr Weltecho, Annaberger Straße 24 W2613011 03.11.2026, 19:00 Uhr Kulturhaus Arthur, Hohe Straße 33 W2613012 12.01.2027, 19:00 Uhr Weltecho, Annaberger Straße 24 W2613013 02.02.2027, 19:00 Uhr Kulturhaus Arthur, Hohe Straße 33
Miete, Telefonkosten, Versicherungen, Personalkosten, Ausgaben für Projekte – Vereinsarbeit kostet Geld. Mitgliedsbeiträge allein reichen in der Regel nicht aus, um alle Kosten zu decken. Hier können Fördermittel helfen. Doch welche Förderprogramme und Geldgeber gibt es? In der Veranstaltung erhalten Sie einen Kurzüberblick über die Förderlandschaft in Deutschland und Tipps für die Fördermittelakquise. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Bürgerstiftung für Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Geschlossene Venerologische Stationen – dahinter verbirgt sich ein Kapitel von DDR-Unrecht, das bislang nur wenig bekannt ist. Unter dem Vorwurf, an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden, wurden zehntausende Frauen ab einem Alter von zwölf Jahren für mehrere Wochen in abgeschlossene Klinikbereiche zwangseingewiesen. Dort waren sie täglich sexualisierter Gewalt und einem rigorosen Disziplinierungs- und Strafregime ausgesetzt. Der Vortrag gibt einen Überblick zu diesem Thema und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse für den ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., der Gedenkstätte Hoheneck, des Instituts für Politikwissenschaft der TU Chemnitz, der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Volkshochschule Chemnitz. Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Die Alte Aktienspinnerei Chemnitz war mit ihrer Erbauung in der Mitte des 19. Jahrhunderts die größte Baumwollspinnerei Sachsens und ein bedeutender Ort der sächsischen Industriegeschichte. Seither wurde das Gebäude nicht nur als Spinnerei, sondern auch auf verschiedenste andere Weisen genutzt. Seit 2020 beherbergt es die Zentrale Bibliothek und das Archiv der Technischen Universität Chemnitz. Nicht nur äußerlich macht das Gebäude seit der Sanierung (2014 bis 2020) nachhaltig Eindruck. Auch im Inneren eröffnet sich heute ein imposantes Ensemble als Ort des Lernens und Forschens, aber auch der Kommunikation und der Begegnung. Diese Führung lädt ein, das Gebäude, seine Geschichte und die heutige Nutzung kennenzulernen.
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die Funktionsweise des Chemnitzer Stadtbades. Im Stil des Neuen Bauens entworfen und 1935 eröffnet, gehörte das Chemnitzer Stadtbad zu den größten und modernsten Hallenbädern Europas. Nach mehreren Sanierungen im Bereich der gebäudetechnischen Infrastruktur öffnet das Stadtbad mit moderner Bädertechnik seine Pforten zur Besichtigung der bädertechnischen Anlagen.
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der „trumpistischen“ Szene in den USA am Beispiel der MAGA-Bewegung im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Dabei werden auch die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA analysiert. Gibt es einen „Trumpismus“ ohne Donald Trump? Wie wird sich die MAGA-Bewegung weiterentwickeln? Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus? Der Referent Prof. Dr. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Mit Internet, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz verändern sich Arbeitswelten seit vielen Jahren spürbar. Unter anderem wird Arbeit flexibler und mobiler, Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen verschwimmen. Kommunikation und Zusammenarbeit werden mittlerweile in hohem Maß über digitale Medien organisiert. Damit ändern sich Anforderungen an die Einzelnen, Kollegialität und die Bedeutung des betrieblichen Arbeitsplatzes als sozialem Ort. Der Vortrag gibt einen Überblick über zentrale Forschungsergebnisse, insbesondere zum Wandel von Büroarbeit.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Die Veranstaltung geht der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Im Gespräch mit Lisa Trebs und Tim Eisenlohr geht die Moderatorin Miriam Menzel diesen Fragen nach. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Deutschen Volkshochschulverbandes und der Bundesstiftung Aufarbeitung.