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Punk-Frauen und die DDR. Lesung und Gespräch
„Punk zu sein an sich war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“ erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im Buch „Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR“ von Geralf Pochop. An diesem Abend stellt der Autor den Band vor und möchte darüber ins Gespräch kommen, wie die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen reagierte.
23 Frauen berichten im Buch über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen – und über die bis heute spürbaren Folgen. Geralf Pochop hat seine damaligen Weggefährtinnen ermutigt, die weibliche Seite der Punkbewegung in der DDR sichtbar zu machen. Von Ihren Erfahrungen berichtet an diesem Abend Kim. 1964 geboren, war Kim der erste weibliche Punk in Karl-Marx-Stadt. Die Staatssicherheit bezeichnete sie als „Punk-Inspirator einer negativ-dekadenten jugendlichen Vereinigung“ und eröffnete den Operativen Vorgang „Park“. Auf hunderten Seiten ist inzwischen nachzulesen, wie die Staatssicherheit versuchte, sie zu bekämpfen und dazu zu bewegen, das Land zu verlassen. Nicht zuletzt versuchte man dabei, auch Kims offenen Umgang als lesbische Frau zu nutzen und sie zu diskriminieren. 1985 verließ Kim die DDR.
Die Veranstaltung wird von Ulrike Geisler moderiert und ist eine Kooperation der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Chemnitz im Projekt „Kontrovers vor Ort“ .
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Punk-Frauen und die DDR. Lesung und Gespräch
„Punk zu sein an sich war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“ erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im Buch „Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR“ von Geralf Pochop. An diesem Abend stellt der Autor den Band vor und möchte darüber ins Gespräch kommen, wie die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen reagierte.
23 Frauen berichten im Buch über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen – und über die bis heute spürbaren Folgen. Geralf Pochop hat seine damaligen Weggefährtinnen ermutigt, die weibliche Seite der Punkbewegung in der DDR sichtbar zu machen. Von Ihren Erfahrungen berichtet an diesem Abend Kim. 1964 geboren, war Kim der erste weibliche Punk in Karl-Marx-Stadt. Die Staatssicherheit bezeichnete sie als „Punk-Inspirator einer negativ-dekadenten jugendlichen Vereinigung“ und eröffnete den Operativen Vorgang „Park“. Auf hunderten Seiten ist inzwischen nachzulesen, wie die Staatssicherheit versuchte, sie zu bekämpfen und dazu zu bewegen, das Land zu verlassen. Nicht zuletzt versuchte man dabei, auch Kims offenen Umgang als lesbische Frau zu nutzen und sie zu diskriminieren. 1985 verließ Kim die DDR.
Die Veranstaltung wird von Ulrike Geisler moderiert und ist eine Kooperation der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Chemnitz im Projekt „Kontrovers vor Ort“ .