Kursleiterinnen und Kursleiter
Holly, Prof. Dr. Werner
Sprache ist in der Politik mehr als nur eine Stilfrage. Neben Bildern ist Sprache in der Demokratie ein zentrales Instrument zur Regelung des notwendigen politischen Streits. Seit der Antike hat sich die Lehre der Rhetorik damit beschäftigt, wie in der Politik mit Sprache erfolgreich gehandelt wird. Dies schließt die Frage ein, wie mit Sprache demagogisch getrickst wird, auf welche Weise Zuhörerinnen und Zuhörer manipuliert, getäuscht oder überwältigt werden. In dem Kurs werden sprachwissenschaftlich-rhetorische Instrumente zur Analyse von politischen Debatten vermittelt und praktisch erprobt. Der Kursleiter ist Sprachwissenschaftler und beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit Sprache in Politik und Medien.
Mit dem Siegeszug der Sozialen Medien hat sich die öffentliche Kommunikation grundlegend verändert. Studien zeigen: Vielen gelten Soziale Medien als rechtsfreie Räume. Sie verzerren politische Diskurse und wirken auch auf traditionelle Medien zurück. Geht es einigen Akteuren inzwischen primär um Aufmerksamkeit, die am ehesten durch emotionale Dauererregung erzeugt wird, schwindet der sachliche, konstruktive Dialog. Der Kurs geht diesen Fragen aus sprachwissenschaftlicher Sicht nach. Im Kurs wird die Wirkungsweise populistischer Rhetorik in Sozialen Medien untersucht.