Vor 50 Jahren wurden die Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) von der Neurowissenschaft inspiriert. Heute liegt die Frage nahe, ob es aus der Hirnforschung erneut Inspirationen für eine nächste Generation der KI geben kann. Schließlich sind die menschlichen Gehirne unübertroffen in ihrer Energieeffizienz und Lernfähigkeit. Mithilfe neuester Methoden der Netzwerkanalyse im Gehirn („Connectomics“) sollen die Besonderheiten des biologischen Computers in unseren Köpfen bestimmt, Lernregeln verstanden und mögliche Veränderungen im Kontext von Erkrankungen beschrieben werden. Moritz Helmstaedter ist Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt und wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.
Miete, Telefonkosten, Versicherungen, Personalkosten, Ausgaben für Projekte – Vereinsarbeit kostet Geld. Mitgliedsbeiträge allein reichen in der Regel nicht aus, um alle Kosten zu decken. Hier können Fördermittel helfen. Doch welche Förderprogramme sowie Geldgeberinnen und Geldgeber gibt es? Die Veranstaltung vermittelt einen Kurzüberblick über die Förderlandschaft in Deutschland und gibt Hinweise für die Fördermittelakquise. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Bürgerstiftung für Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Mit dem Bitcoin brach vor 16 Jahren das Zeitalter der Kryptowährungen an. Das selbsternannte digitale Bargeld versprach eine anonym und unmittelbar verwendbare sowie von außen nicht zu korrumpierende Weltwährung jenseits der Banken und fern vom Staat. Bitcoin sei eine „Währung der Freiheit“. Doch ist das Versprechen tragfähig? Der Vortrag erläutert die grundlegenden Funktionsweisen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Dr. Aaron Sahr, der am Hamburger Institut für Sozialforschung die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität“ leitet, sondiert ihre freiheitspolitischen Ambitionen im Lichte geldsoziologischer Befunde und aktueller politischer Entwicklungen. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
In der Volksrepublik China entsteht ein erheblicher Teil der globalen Treibhausgasemissionen; das Land hat sich jedoch zugleich ehrgeizige Ziele in der Klimapolitik gesetzt. Der Vortrag stellt die Grundzüge der chinesischen Klimapolitik und deren globale Bedeutung vor: Chinas Klimaziel, das sogenannte Doppelziel, sieht einen Höchststand der CO2-Emissionen „vor 2030“ und die Erreichung von Klimaneutralität bis 2060 vor. Wie werden die Ziele in den Fünfjahresplänen umgesetzt? Welche Rolle spielt China in der internationalen Klimapolitik und bei der globalen Energiewende? Und nicht zuletzt: Wo liegen die Potenziale und Grenzen einer Zusammenarbeit mit China im Klimaschutz?
Deutschland ist Chinas wichtigster Handelspartner in Europa, besonders im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus sowie in der Chemie- und Automobilindustrie. Zugleich führen die wirtschaftlichen Verflechtungen, die Subventionspolitik sowie der Handelsstreit zwischen China und den USA zu Unsicherheiten und Verwerfungen. Auch politisch wird diskutiert: Stellt die Abhängigkeit von China Deutschland und Europa vor sicherheitspolitische Herausforderungen? Der Vortrag geht diesen Fragen nach und gibt einen grundlegenden Überblick. Die Referentin Dr. Julia Haes beschäftigt sich seit zehn Jahren intensiv mit der chinesischen Wirtschaft und Geschichte. 2021 hat sie das China-Institut für die deutsche Wirtschaft (CIDW) gegründet.
Die Volksrepublik China ist ein globaler Hauptproduzent für zahlreiche kritische und strategische Rohstoffe, die für die Halbleiterindustrie, die Energiewende oder den Verteidigungssektor unverzichtbar sind. Das Land hat sich zudem auf Verfahren zur Verarbeitung Seltener Erden spezialisiert. Die Kontrolle von Exporten dieser Rohstoffe und damit verbundener Technologien hat starke wirtschaftliche und politische Folgen für vielen Unternehmen und Handelspartner. Der Vortrag vermittelt einen grundlegenden Einblick in die aktuelle Situation und beleuchtet die strategische Rolle Chinas als Rohstoffproduzent.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat des deutschen Wohlstandes, doch sie steht massiv unter Druck: globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern die Industrieunternehmen heraus. An diesem Abend wird die Idee einer Industrie 4.0 vorgestellt: eine vernetzte Wertschöpfung, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig und zukunftsfähig ist. Björn Sautter gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Er ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG und stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München. Sie findet zudem in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.