Die Veranstaltungen des Fachbereichs Zeitgeschehen und Diskurs greifen aktuelle Themen aus Politik, Geschichte, Wissenschaft und Gesellschaft auf. Sie wollen informieren, Zusammenhänge vermitteln und zum Gespräch einladen.
Kurse nach Themen
Einfacher, schneller, effizienter, wirtschaftlicher – und bürgernäher! Viele Ziele und Wünsche lassen sich mit einer erfolgreichen Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland verbinden. Der Abend lädt zum Blick nach Estland ein: Estland bietet jahrzehntelange Erfahrungen und erprobte Lösungen mit und für digitale Transformation innerhalb der Europäischen Union. Christoph Eichhorn, ehemaliger deutscher Botschafter in Tallin, referiert über aktuelle Angebote im „digitalen Vorzeigeland Europas“ und möchte über seine Erfahrungen ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Projektbüros Chemnitz der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Chemnitz.
Die Führung vermittelt einen Überblick über die doppelte Diktaturgeschichte des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses. Der Rundgang führt durch die drei Ausstellungsbereiche zur Zeit des Nationalsozialismus, zur Untersuchungshaft in der Zeit des sowjetischen Geheimdienstes NKWD/MGB und zur Zeit der DDR-Staatssicherheit sowie zum innerdeutschen Häftlingsfreikauf. Die Führung beleuchtet ausgewählte Haftschicksale und gibt einen ersten Einblick in Hintergründe und Zusammenhänge der jeweiligen Repressionsapparate.
Mit dem Bitcoin brach vor 16 Jahren das Zeitalter der Kryptowährungen an. Das selbsternannte digitale Bargeld versprach eine anonym und unmittelbar verwendbare sowie von außen nicht zu korrumpierende Weltwährung jenseits der Banken und fern vom Staat. Bitcoin sei eine „Währung der Freiheit“. Doch ist das Versprechen tragfähig? Der Vortrag erläutert die grundlegenden Funktionsweisen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Dr. Aaron Sahr, der am Hamburger Institut für Sozialforschung die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität“ leitet, sondiert ihre freiheitspolitischen Ambitionen im Lichte geldsoziologischer Befunde und aktueller politischer Entwicklungen. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Lernen Sie Chemnitz von einer anderen Seite kennen und lassen Sie sich von unerwarteten Perspektiven überraschen. Die Tour ist eine Einladung, Chemnitz mit Neugier und offenen Augen zu entdecken. Sie führt Sie zu Orten abseits der bekannten Wege, zu Plätzen, die oft im Schatten der bekannten Sehenswürdigkeiten stehen. Wir laden Sie ein, einen neuen Blickwinkel auf Chemnitz zu gewinnen.
Chinesische Feste sind bunt, vielfältig und reich an Traditionen – von den spektakulären Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahr oder zarten Ritualen im Frühsommer, über die herbstlichen Feiertage bis hin zur Wintersonnenwende. Der Abend nimmt Sie mit auf eine Reise durch den Jahreskreis chinesischer Feste: Welche Speisen werden typischerweise serviert? Welche Bräuche und Rituale prägen die Feierlichkeiten? Und wie unterscheiden sich die Feste regional innerhalb des Landes? Freuen Sie sich auf Geschichten, Traditionen und kulinarische Highlights, die einen lebendigen Eindruck vom Festkalender Chinas vermitteln!
In der Volksrepublik China entsteht ein erheblicher Teil der globalen Treibhausgasemissionen; das Land hat sich jedoch zugleich ehrgeizige Ziele in der Klimapolitik gesetzt. Der Vortrag stellt die Grundzüge der chinesischen Klimapolitik und deren globale Bedeutung vor: Chinas Klimaziel, das sogenannte Doppelziel, sieht einen Höchststand der CO2-Emissionen „vor 2030“ und die Erreichung von Klimaneutralität bis 2060 vor. Wie werden die Ziele in den Fünfjahresplänen umgesetzt? Welche Rolle spielt China in der internationalen Klimapolitik und bei der globalen Energiewende? Und nicht zuletzt: Wo liegen die Potenziale und Grenzen einer Zusammenarbeit mit China im Klimaschutz?
Der Rundgang und das Gespräch mit Zeitzeugen führen in die Geschichte des ehemaligen Gefängnisses Hoheneck ein und beleuchten die politische Strafjustiz in der DDR. Das Gefängnis steht synonym für etwa 24.000 Frauen, die teils aus politischen Gründen dort inhaftiert waren. Die Führung gibt grundlegende Informationen zur Geschichte des Gebäudes, zum Leben der Inhaftierten, zur Bedeutung dieses Ortes in der deutschen Geschichte und zeigt die politischen Hintergründe. Wir laden Sie ein, die im Sommer 2024 eröffnete Gedenkstätte kennenzulernen.
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die Funktionsweise des Chemnitzer Stadtbades. Im Stil des Neuen Bauens entworfen und 1935 eröffnet, gehörte das Chemnitzer Stadtbad zu den größten und modernsten Hallenbädern Europas. Nach mehreren Sanierungen im Bereich der gebäudetechnischen Infrastruktur öffnet das Stadtbad mit moderner Bädertechnik seine Pforten zur Besichtigung der bädertechnischen Anlagen.
In diesem Workshop wird die Idee eines inklusiven Tandems vermittelt. Sie erhalten Tipps zum Umgang und in der Begleitung von Menschen mit verschiedenen Behinderungen. Wie kann ein diskriminierungsfreies Miteinander im Alltag aussehen? Was bedeutet Inklusion und was meint ein inklusives Tandem? Im Workshop wird darüber gesprochen, welche Strukturen gemeinsam aufgebaut werden können. Er bietet Raum, um individuelle Erfahrungen einzubringen. Dieser Workshop wird moderiert von Fatima Maged, der Projektleiterin von „Ehrenamt Inklusiv“ der SFZ-Gruppe. Er ist eine Kooperation des Freiwilligenzentrums im Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.
Deutschland ist Chinas wichtigster Handelspartner in Europa, besonders im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus sowie in der Chemie- und Automobilindustrie. Zugleich führen die wirtschaftlichen Verflechtungen, die Subventionspolitik sowie der Handelsstreit zwischen China und den USA zu Unsicherheiten und Verwerfungen. Auch politisch wird diskutiert: Stellt die Abhängigkeit von China Deutschland und Europa vor sicherheitspolitische Herausforderungen? Der Vortrag geht diesen Fragen nach und gibt einen grundlegenden Überblick. Die Referentin Dr. Julia Haes beschäftigt sich seit zehn Jahren intensiv mit der chinesischen Wirtschaft und Geschichte. 2021 hat sie das China-Institut für die deutsche Wirtschaft (CIDW) gegründet.
Der Sinologe Prof. Dr. Klaus Mühlhahn versteht die Geschichte Chinas als ein großes Ringen um eine eigenständige chinesische Moderne: Seit dem späten 17. Jahrhundert ist sie durchzogen von Krisen, Reformen, Revolutionen und Kriegen. Zugleich aber hat das Land eine hohe Widerstandsfähigkeit und Beharrlichkeit bewiesen. An diesem Abend stellt der Autor sein 2021 veröffentlichtes Buch „Geschichte des modernen China. Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart“ vor. Wir laden Sie ein, mit dem Autor, der seit vielen Jahren an der Freien Universität Berlin zu Kultur und Geschichte des modernen China forscht, ins Gespräch zu kommen.
Der Vortrag ergründet die Geschichte des Antisemitismus als soziales Phänomen. Soziale Phänomene haben eine Geschichte, die sich rekonstruieren lässt. Aus dieser Rekonstruktion ergibt sich ein Verständnis für ihre Dynamik. Die Veranstaltung möchte zur aktuellen Debatte um modernen Antisemitismus beitragen. Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma ist deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie sowie die Geschichte der menschlichen Destruktivität. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Die Volksrepublik China ist ein globaler Hauptproduzent für zahlreiche kritische und strategische Rohstoffe, die für die Halbleiterindustrie, die Energiewende oder den Verteidigungssektor unverzichtbar sind. Das Land hat sich zudem auf Verfahren zur Verarbeitung Seltener Erden spezialisiert. Die Kontrolle von Exporten dieser Rohstoffe und damit verbundener Technologien hat starke wirtschaftliche und politische Folgen für vielen Unternehmen und Handelspartner. Der Vortrag vermittelt einen grundlegenden Einblick in die aktuelle Situation und beleuchtet die strategische Rolle Chinas als Rohstoffproduzent.
Seit 1980 kamen in der DDR Frauen in informellen Kreisen zusammen. Von Beginn an kritisierten viele die Situation von Frauen in der DDR und zogen die staatliche Doktrin von der verwirklichten Gleichberechtigung der Frauen in Zweifel. Bald entfaltete sich eine landesweit agierende Bewegung. Im demokratischen Aufbruch der Jahre 1989 und 1990 saßen ihre Akteurinnen an den Runden Tischen und forderten eine geschlechtergerechte Gesellschaft ein. Die Ausstellung erzählt in vier Kapiteln die Geschichte einer sozialen Bewegung in einer Diktatur. In dieser Form erstmals, wird die nichtstaatliche DDR-Frauenbewegung aus der Sicht ihrer Akteurinnen präsentiert. Die Ausstellung ist vom 30. März 2026 bis 24. April 2026 an der Volkshochschule zu sehen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Evangelischen Forums Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Wenn das Versprechen des Fortschritts und der Glaube daran, dass es den nachfolgenden Generationen einmal bessergehen werde, schal werden, sind Dystopien nicht weit. In Literatur und Kunst boomen sie. Sie malen aus, was kommen könnte, extrapolieren aus der Gegenwart eine düstere Zukunft, leuchten die dunklen Flecken im Heute mit grellem Licht aus. Das technologisch oder politisch Perfekte schlägt in die Katastrophe um. Wir laden Sie zum philosophischen Gespräch ein: Sind Dystopien bloß unterhaltsame Schauermärchen? Helfen Sie dabei, eine Katastrophe zu verhindern? Was lässt sich mit ihnen erkennen? Das Café Philo ist eine Kooperation des Freien Instituts für Bildung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz. Termine: 05.04.2026, 19:00 Uhr im Weltecho 05.05.2026, 19:00 Uhr im Weltecho 02.06.2026, 19:00 Uhr im Kulturhaus Arthur 02.07.2026, 19:00 Uhr im Kulturhaus Arthur
Petra Weise wurde 1954 in Freiberg geboren und wuchs behütet in der ehemaligen DDR auf. Als ihre Tochter mit einer seltenen Blutkrankheit geboren wird, lernt sie das wahre System der SED kennen und trifft für ihre Familie eine folgenschwere Entscheidung. Im Sommer 1980 versucht die Familie, über Bulgarien nach Jugoslawien zu fliehen. Der Fluchtversuch scheitert, Petra Weise wird verhaftet und verbringt ein Jahr im Gefängnis in Hoheneck. An diesem Abend wird Petra Weise aus Ihrer Biografie „Ein halbes Leben“ lesen. Wir laden Sie ein, mit ihr ins Gespräch zu kommen.
Bei dieser Führung tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der sächsischen Medizin. Über 40 Jahre lang wurden im Krankenhaus Küchwald Instrumente, Geräte und Apparate aus den verschiedensten medizinischen Fachbereichen gesammelt. Von der Äthermaske bis zum Narkosegerät, vom starren Bronchoskop bis zum flexiblen Gastroskop – eine beeindruckende Auswahl historischer Geräte kann hier aus nächster Nähe betrachtet werden. Die historischen Räume des alten Badehauses bieten dafür den idealen Rahmen. Der Fokus liegt besonders auf Geräten, die in Chemnitz und Umgebung entwickelt wurden. Ein Besuch im Archiv und der Bibliothek rundet die Erkundung der Sammlung ab.
Wie ist Deutschland nach 1945 mit seiner Verantwortung umgegangen? Die Veranstaltung beleuchtet das Verdrängen, Relativieren und die Folgen für die heutige Erinnerungskultur. Der langjährige Journalist und Autor Helmut Ortner stellt an diesem Abend Essays und Reportagen vor, die im Februar 2026 in dem Buch „Gnadenlos Deutsch“ erschienen sind. Darin formuliert er ein Plädoyer gegen jede Verharmlosung und Relativierung der nationalsozialistischen Vergangenheit und des Holocaust. Zugleich formuliert er eine Verpflichtung zum Erinnern. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Politischen Bildungsforums der Konrad-Adenauer-Stiftung Sachsen und der Volkshochschule Chemnitz.
Das Vereinsrecht regelt grundsätzlich die Gründung und Organisation von Vereinen. Es sorgt für einen verlässlichen Rahmen, kann jedoch an mancher Stelle herausfordernd sein – gerade für rein ehrenamtlich arbeitende Vereine. In dieser Veranstaltung erhalten Sie wesentliche Informationen zum Vereinsrecht und zu Unterstützungsmöglichkeiten. Welche Gesetze und Regelungen müssen Vorstandsmitglieder kennen und beachten? Wo gibt es Informationen, Hilfe und Beratung? Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere an Vorstandsmitglieder aus Vereinen und an Interessierte an einer Vereinsgründung. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Bürgerstiftung für Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.
Chemnitz hat eine reiche Industriegeschichte. Das im 14. Jahrhundert erteilte Bleichprivileg hat zur Entstehung einer sehr erfolgreichen Textilindustrie geführt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in der Folge der allgemeine Maschinenbau und der Werkzeugmaschinenbau. Noch heute lassen sich viele Zeugnisse dieser Industriegeschichte in Chemnitz finden. Die Fahrradtour lädt dazu ein, sich ein umfassendes Bild zu verschaffen. Sie führt durch die Innenstadt und über den Sonnenberg. Bei schlechtem Wetter findet die Tour zu Fuß und unter Nutzung des ÖPNV statt. Die entsprechenden Tickets sind durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zu beschaffen.
Nach der Erde dürfte der am besten erforschte Planet des Sonnensystems der Mars sein. Zahlreiche Sonden haben ihn bereits erkundet, zehn sind dort erfolgreich gelandet. Der nächste Schritt für die Forschung ist eine so genannte Sample Return Mission: eine Mission, die Gestein vom Mars zurück zur Erde bringt, um es dort zu untersuchen. An diesem Abend wird der Weg zur ersten Sample Return Mission vorgestellt.
Der Rückgang der Gebirgsgletscher zählt zu den sichtbarsten Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die Frage, wie lange es die Gletscher der Erde noch gibt und welche Folgen ihr Verschwinden haben wird, wird in der Forschung breit diskutiert. Was aber würde deren Verlust für den Planeten bedeuten? Und können die Gletscher wiederkommen? Die Gletscherforscherin Dr. Andrea Fischer, stellvertretende Direktorin des Instituts für interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, erklärt im Vortrag anschaulich, wie Gletscher die Landschaft geformt haben. Sie teilt ihre Faszination an der gemeinsamen Geschichte von Menschen und Gletschern. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Die Alte Aktienspinnerei Chemnitz war mit ihrer Erbauung in der Mitte des 19. Jahrhunderts die größte Baumwollspinnerei Sachsens und ein bedeutender Ort der sächsischen Industriegeschichte. Seither wurde das Gebäude nicht nur als Spinnerei, sondern auch auf verschiedenste andere Weisen genutzt. Seit 2020 beherbergt es die Zentrale Bibliothek und das Archiv der Technischen Universität Chemnitz. Nicht nur äußerlich macht das Gebäude seit der Sanierung (2014 bis 2020) nachhaltig Eindruck. Auch im Inneren eröffnet sich heute ein imposantes Ensemble als Ort des Lernens und Forschens, aber auch der Kommunikation und der Begegnung. Diese Führung lädt ein, das Gebäude, seine Geschichte und die heutige Nutzung kennenzulernen.
In seinem aktuellen Buch „Keine Schonzeit für Juden“, das im Jahr 2025 veröffentlicht wurde, erzählt Rafael Seligman die Geschichte des Antisemitismus aus eigenem Erleben. Seligmann ist einer der bekanntesten jüdischen Autoren Deutschlands. Im Buch verzichtet er auf abstrakte Darstellungen und Theorien. Stattdessen: „Ich möchte Mitgefühl und Empathie in der deutschen Gesellschaft wecken. Das ist für Deutsche und Juden unverzichtbar.“ Der Historiker und Publizist vermittelt ein ungeschminktes Bild deutsch-jüdischen Lebens. An diesem Abend möchte er zu seinen Beobachtungen rund um jüdischen Lebensalltag in Deutschland ins Gespräch kommen. Rafael Seligmann wurde 1947 in Tel Aviv geboren. Er kam als Zehnjähriger nach München. Der Historiker, Politologe und Journalist lehrte am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München. Er verfasste zahlreiche Romane und zeitgeschichtliche Analysen und kommentiert für verschiedene Medien das Tagesgeschehen. Er war mehrfach Chefredakteur und Herausgeber. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Politischen Bildungsforums Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Volkshochschule Chemnitz. .
Im Herbst 2025 erschien der Band „Der große Schock. Ostdeutsche erzählen von den Folgen der Treuhandpolitik“ von Katrin Rohnstock. Darin kommen Menschen zu Wort, die die tiefgreifenden Umbrüche in Ostdeutschland nach 1990 erlebt haben. Im Band berichten ehemalige Beschäftigte aus fünf ostdeutschen Regionen, wie sie den Zusammenbruch ganzer Industrien, die Schließungen ihrer Betriebe und den Verlust vertrauter Lebenswelten erfahren haben. Die Geschichten wurden in den Jahren 2023 und 2024 in Erzählsalons gesammelt und verschriftlicht. Die Herausgeberin Katrin Rohnstock macht damit Erfahrungen sichtbar, die oft über Jahrzehnte ungesagt geblieben sind. An diesem Abend kommen auch ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Maschinenbaukombinat Fritz Heckert zu Wort. Wir laden Sie ein, Ihre eigenen Erfahrungen einzubringen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und der Volkshochschule Chemnitz.
Die Führung vermittelt einen Überblick über die doppelte Diktaturgeschichte des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses. Der Rundgang führt durch die drei Ausstellungsbereiche zur Zeit des Nationalsozialismus, zur Untersuchungshaft in der Zeit des sowjetischen Geheimdienstes NKWD/MGB und zur Zeit der DDR-Staatssicherheit sowie zum innerdeutschen Häftlingsfreikauf. Die Führung beleuchtet ausgewählte Haftschicksale und gibt einen ersten Einblick in Hintergründe und Zusammenhänge der jeweiligen Repressionsapparate.
Üblicherweise wird angenommen, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während ein Losverfahren als scheinbar „blinder“ Zufall und irrational erscheint. Jedoch haben Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und in der Politik eine lange Tradition. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Wir laden Sie ein, in die Geschichten der Haftanstalten Bautzen I, auch bekannt als das "Gelbe Elend", und Bautzen II, das "Stasi-Gefängnis" einzutauchen. Im letzten Jahrhundert dienten die Anstalten vor allem der Unterbringung politischer Gegner und wurden nach der Zeit des nationalsozialistischen Regimes auch während der sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur für diese Zwecke verwendet. Im Rahmen einer Führung erhalten Sie einen Überblick über das Gelände sowie Informationen zur Geschichte der Gebäude und den Bedingungen, unter denen Gefangene dort untergebracht waren. Ein Zeitzeugen-Gespräch rundet die Führung ab.
Wer die eigene Familiengeschichte erforschen möchte, steht vor folgenden Fragen: Wo sind Informationen über die Vorfahren erhältlich? Wie lassen sich die Forschungsergebnisse sinnvoll ordnen? Welche Hilfsmittel stehen bei Recherche und Auswertung von Informationen zur Verfügung? Dieser Kurs macht Sie mit den Grundlagen der Genealogie vertraut und bietet Hilfestellung für das Lesen alter Urkunden.
In den 1990er Jahren schien die Ära der großen Imperien zu Ende: Die europäischen Kolonialimperien waren nach dem Zweiten Weltkrieg zerfallen, nun war mit der Sowjetunion auch das letzte Imperium verschwunden. Aber im 21. Jahrhundert wird die Rückkehr der Imperien diskutiert – am Beispiel Chinas, Russlands oder den USA. An diesem Abend diskutiert der ausgewiesene Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler die These von der Wiederkehr der Imperien. Wie können sich die Europäer, zumal die EU, in einer solchen Welt behaupten? Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München. Zu dieser Onlineveranstaltung können Sie sich bis zum 27. April 2026, 12 Uhr anmelden. Die Zugangsdaten erhalten Sie spätestens drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail.
„Punk zu sein an sich war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“ erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im Buch „Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR“ von Geralf Pochop. An diesem Abend stellt der Autor den Band vor und möchte darüber ins Gespräch kommen, wie die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen reagierte. 23 Frauen berichten im Buch über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen – und über die bis heute spürbaren Folgen. Geralf Pochop hat seine damaligen Weggefährtinnen ermutigt, die weibliche Seite der Punkbewegung in der DDR sichtbar zu machen. Von Ihren Erfahrungen berichtet an diesem Abend Kim. 1964 geboren, war Kim der erste weibliche Punk in Karl-Marx-Stadt. Die Staatssicherheit bezeichnete sie als „Punk-Inspirator einer negativ-dekadenten jugendlichen Vereinigung“ und eröffnete den Operativen Vorgang „Park“. Auf hunderten Seiten ist inzwischen nachzulesen, wie die Staatssicherheit versuchte, sie zu bekämpfen und dazu zu bewegen, das Land zu verlassen. Nicht zuletzt versuchte man dabei, auch Kims offenen Umgang als lesbische Frau zu nutzen und sie zu diskriminieren. 1985 verließ Kim die DDR. Die Veranstaltung wird von Ulrike Geisler moderiert und ist eine Kooperation der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Chemnitz im Projekt „Kontrovers vor Ort“.
In diesem Kurs erhalten Sie Grundwissen zur rechtlichen Betreuung. Sie erfahren etwas zu den Voraussetzungen einer rechtlichen Betreuung und dazu, bei wem Sie Hilfe und Unterstützung erhalten. Bei der ehrenamtlichen Betreuung kann es sich um die Betreuung eines Familienmitgliedes handeln, aber auch um die Betreuung eines fremden hilfsbedürftigen Menschen. Da die ehrenamtliche Betreuung Vorrang vor der beruflich geführten Betreuung hat, werden immer wieder Bürgerinnen und Bürger gesucht, die sich für dieses Amt gewinnen lassen. Der Verein für rechtliche Betreuung hat die Aufgabe, diese ehrenamtlich Tätigen zu informieren und sie bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen.
Der Freiwilligentreff bietet Interessierten, Freiwilligen und Vereinen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen: Sie sind auf der Suche nach einem Ehrenamt? Oder schon lange aktiv und möchten sich mit anderen Engagierten und mit verschiedenen Einrichtungen vernetzen? Wir laden Sie herzlich zum offenen Austausch ein. Kommen Sie einfach vorbei. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Freiwilligenzentrums im Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.
Von 1953 bis 1990 hieß Chemnitz „Karl-Marx-Stadt“. Während dieser Epoche bekam das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörte Stadtzentrum ein neues Gesicht und sogar einen Kopf: das Karl-Marx-Monument, die zweitgrößte Porträtbüste der Welt. Dieses neue Gesicht trägt unverkennbare Züge sozialistischer Architektur und ist eines der eindrucksvollsten Ensembles dieser Stilrichtung. Die historische Spurensuche erkundet architektonische Zeugen dieser Epoche und erinnert mit einem Augenzwinkern an die Geschichte von Karl-Marx-Stadt.
Die Veranstaltung vertieft das erworbene Wissen aus dem Grundlagenseminar. Dabei finden individuelle Forschungsinteressen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besondere Berücksichtigung. Der Kurs vermittelt darüber hinaus Hilfestellung beim Lesen eigener Dokumente in Kurrentschrift bzw. Sütterlin. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus dem Kurs „Einführung in die Familienforschung: Grundlagen“ und Personen mit vergleichbaren Vorkenntnissen.
Bei dieser Führung tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der sächsischen Medizin. Über 40 Jahre lang wurden im Krankenhaus Küchwald Instrumente, Geräte und Apparate aus den verschiedensten medizinischen Fachbereichen gesammelt. Von der Äthermaske bis zum Narkosegerät, vom starren Bronchoskop bis zum flexiblen Gastroskop – eine beeindruckende Auswahl historischer Geräte kann hier aus nächster Nähe betrachtet werden. Die historischen Räume des alten Badehauses bieten dafür den idealen Rahmen. Der Fokus liegt besonders auf Geräten, die in Chemnitz und Umgebung entwickelt wurden. Ein Besuch im Archiv und der Bibliothek rundet die Erkundung der Sammlung ab.
Wenn das Versprechen des Fortschritts und der Glaube daran, dass es den nachfolgenden Generationen einmal bessergehen werde, schal werden, sind Dystopien nicht weit. In Literatur und Kunst boomen sie. Sie malen aus, was kommen könnte, extrapolieren aus der Gegenwart eine düstere Zukunft, leuchten die dunklen Flecken im Heute mit grellem Licht aus. Das technologisch oder politisch Perfekte schlägt in die Katastrophe um. Wir laden Sie zum philosophischen Gespräch ein: Sind Dystopien bloß unterhaltsame Schauermärchen? Helfen Sie dabei, eine Katastrophe zu verhindern? Was lässt sich mit ihnen erkennen? Das Café Philo ist eine Kooperation des Freien Instituts für Bildung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz. Termine: 05.04.2026, 19:00 Uhr im Weltecho 05.05.2026, 19:00 Uhr im Weltecho 02.06.2026, 19:00 Uhr im Kulturhaus Arthur 02.07.2026, 19:00 Uhr im Kulturhaus Arthur
Nach Abschluss des Kulturhauptstadtjahres – gefüllt mit Ausstellungen, Aufführungen, Festivals, dem Purple Path sowie neu gestalteten Orten und Plätzen in Chemnitz – widmet sich die Führung den sichtbaren Veränderungen in der Stadt. Welche Spuren hat das Kulturhauptstadtjahr hinterlassen? Wir laden Sie zu einem besonderen Rundgang ein.
Persönliche Weiterentwicklung, neue Impulse neben Studium, Beruf oder Arbeitslosigkeit, Ausgleich vom Alltag oder der Wunsch nach sozialen Kontakten – es gibt viele Gründe für freiwilliges Engagement. Die Veranstaltung zeigt zentrale Aspekte ehrenamtlicher Arbeit auf, die Ihre Entscheidung für oder gegen ein Engagement erleichtern können. Auch Aufwandsentschädigung, Versicherung und Engagement-Vereinbarungen werden thematisiert. Vorgestellt wird daneben das Projekt „Ehrenamt Inklusiv Chemnitz“, das den Zugang zum Ehrenamt barrierefreier und offener gestalten möchte. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Freiwilligenzentrums im Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.
Der Rundgang und das Gespräch mit Zeitzeugen führen in die Geschichte des ehemaligen Gefängnisses Hoheneck ein und beleuchten die politische Strafjustiz in der DDR. Das Gefängnis steht synonym für etwa 24.000 Frauen, die teils aus politischen Gründen dort inhaftiert waren. Die Führung gibt grundlegende Informationen zur Geschichte des Gebäudes, zum Leben der Inhaftierten, zur Bedeutung dieses Ortes in der deutschen Geschichte und zeigt die politischen Hintergründe. Wir laden Sie ein, die im Sommer 2024 eröffnete Gedenkstätte kennenzulernen.