Nach Abschluss des Kulturhauptstadtjahres – gefüllt mit Ausstellungen, Aufführungen, Festivals, dem Purple Path sowie neu gestalteten Orten und Plätzen in Chemnitz – widmet sich die Führung den sichtbaren Veränderungen in der Stadt. Welche Spuren hat das Kulturhauptstadtjahr hinterlassen? Wir laden Sie zu einem besonderen Rundgang ein.
Die repräsentativen „Mitte-Studien“ der Friedrich-Ebert-Stiftung geben alle zwei Jahre Auskunft über die Verbreitung, Entwicklung und die Hintergründe rechtsextremer, menschenfeindlicher und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland. Die Ausgabe von 2025 unter dem Titel „Die angespannte Mitte“ blickt auf die Normalisierung rechtsextremistischer Positionen in Zeiten globaler Unsicherheit. Die Studie benennt zentrale gesellschaftliche Kipppunkte und analysiert, wie einzelne politische Themen als Werkzeug genutzt werden, um rechtsextreme Positionen zu verbreiten und zu verharmlosen. An diesem Abend werden die wissenschaftlichen Erhebungsmethoden und die Ergebnisse der Studie vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und der Volkshochschule Chemnitz.
Wir laden Sie ein, das vielfältige und kontrastreiche Leben einer Jahrtausende alten Hochkultur zu entdecken. 15 Plakate mit Fotos und zentralen Szenen vermitteln ein eindrucksvolles Bild Chinas. Yue Guan und Hans Viktor Alexis Fährmann sind seit 20 Jahren privat und beruflich in China unterwegs – von Familienreisen über Bildungsaufenthalte bis hin zu außenpolitischen Delegationsreisen. Ihnen wurden seltene Einblicke gewährt. Die Ausstellung ist vom 12. Mai 2026 bis 3. Juli 2026 während der Öffnungszeiten der Volkshochschule zu sehen.
Der Vortrag geht der These nach, aktuell in „Zeiten der Entfernung“ zu leben. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe: Wo ist noch Gemeinschaft möglich? Dr. Simon Strauß findet in dem Vortrag eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lässt sich Demokratie neu kennenlernen. Der Referent ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
In vielen zeitgenössischen politischen Debatten spielt der Begriff der Freiheit eine große Rolle. Gerade bei der Frage, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen, wird die Freiheit von Individuen in Gesellschaft und Politik diskutiert. Erscheint Freiheit für die einen nur mehr als Floskel oder Schlachtruf, suchen andere nach der Substanz des Begriffs. Der Vortrag geht diesen Fragen nach und greift dabei auf philosophische Traditionen von Freiheit zurück. Wir laden Sie ein, dazu mit Dr. Philipp Schink ins Gespräch zu kommen. Er forscht seit vielen Jahren zu den Themen des Abends und hat 2017 u. a. die Textsammlung „Freiheit. Zeitgenössische Texte zu einer philosophischen Kontroverse“ veröffentlicht.
Sprache ist in der Politik mehr als nur eine Stilfrage. Neben Bildern ist Sprache in der Demokratie ein zentrales Instrument zur Regelung des notwendigen politischen Streits. Seit der Antike hat sich die Lehre der Rhetorik damit beschäftigt, wie in der Politik mit Sprache erfolgreich gehandelt wird. Dies schließt die Frage ein, wie mit Sprache demagogisch getrickst wird, auf welche Weise Zuhörerinnen und Zuhörer manipuliert, getäuscht oder überwältigt werden. In dem Kurs werden sprachwissenschaftlich-rhetorische Instrumente zur Analyse von politischen Debatten vermittelt und praktisch erprobt. Der Kursleiter ist Sprachwissenschaftler und beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit Sprache in Politik und Medien.
Überregionale Medien und Zeitungen verfügen über ein breites Netz an Auslandskorrespondentinnen und Auslandskorrespondenten. Sie berichten direkt aus der Region. An diesem Abend berichtet Peter Burghardt von der Süddeutschen Zeitung über seine Arbeit als US-Korrespondent in Washington, D. C. Der Politikwissenschaftler und Journalist erläutert an diesem Abend Details seinem journalistischen Alltag und beleuchtet die politischen Debatten in Nordamerika. Nachdem er u. a. als Kriegsreporter für Mazedonien und Kosovo berichtet hat, war er lange Jahre als Korrespondent für Spanien, Portugal und Lateinamerika tätig. Seit September 2022 arbeitet er in den USA.
Wie interagieren Menschen mit ihren Fahrzeugen und den technischen Systemen beim Fahren? Gerade bei den Forschungen zum autonomen Fahren spielen auch Umweltfaktoren oder soziale und psychologische Fragen eine Rolle. Wie lasst sich die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit beim Fahren weiter erhöhen? Und wie reagiert der Mensch beim Fahren? An diesem Abend werden aktuelle Forschungen aus der Psychologie vorgestellt. Wie laden Sie zu einem Perspektivwechsel ein.
Wie werden Menschen radikalisiert? Dies ist eine komplexe Entwicklung, bei der die Radikalisierung von Einstellungen und die Radikalisierung von Gewalt in ihrem Zusammenwirken betrachtet werden müssen. Dr. Verena Schneider forscht zu Co-Radikalisierung als einem Prozess, bei dem verschiedene extreme Gruppen sich aufeinander beziehen, voneinander abgrenzen und sich wechselseitig steigern. In ihrem Vortrag stellt sie darüber hinaus die Bedeutung des gesellschaftlichen Klimas für Radikalisierungsprozesse heraus.
Steht die deutsche Demokratie 35 Jahre nach der Einheit am Scheideweg? Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben oder geben wir unsere Freiheit auf? Marko Martin blickt in seinem Buch „Freiheitsaufgaben“ über den Tellerrand der innerdeutschen Debatten zu den großen intellektuellen Stimmen wie Manès Sperber und André Glucksmann. Er formuliert einen Appell gegen die Lockrufe nach autokratischer Entmündigung und für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit. Als gebürtiger Sachse, als Kriegsdienstverweigerer noch vor dem Mauerfall ausgereist, ist Marko Martin in Ost und West sozialisiert. In seinem Buch ermutigt er dazu, das Verständnis von Freiheit zu überprüfen. Zu stark sei das Missverständnis vieler, diese bedeute automatisch Glück. Doch Freiheit heißt Verantwortung. Wir laden Sie ein, an diesem Abend mit ihm ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. und der Volkshochschule Chemnitz.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat des deutschen Wohlstandes, doch sie steht massiv unter Druck: globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern die Industrieunternehmen heraus. An diesem Abend wird die Idee einer Industrie 4.0 vorgestellt: eine vernetzte Wertschöpfung, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig und zukunftsfähig ist. Björn Sautter gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Er ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG und stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München. Sie findet zudem in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Der Dokumentarfilm „Liebe Angst“ von Kim Seligsohn und Sandra Prechtel erzählt von einer Tragödie. Kim Seligsohns Großmutter wurde als Jüdin in Auschwitz ermordet, ihre Mutter überlebte knapp mit ihren Brüdern. Dies prägt auch die jüdisch-christliche Sängerin als Angehörige der zweiten Generation. Mit dem Film versucht sie, sich auf sehr persönliche Weise diesen schmerzhaften Erinnerungen zu nähern. An diesem Abend laden wir Sie ein, sich mit Kim Seligsohn zu ihrem Film und den Hintergründen seiner Entstehung auszutauschen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Evangelischen Forums Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.