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Die Veranstaltungen des Fachbereichs Zeitgeschehen und Diskurs greifen aktuelle Themen aus Politik, Geschichte, Wissenschaft und Gesellschaft auf. Sie wollen informieren, Zusammenhänge vermitteln und zum Gespräch einladen.
Kurse nach Themen
Die transatlantischen Beziehungen stehen in der Diskussion, vielfach wird von einer Krise innerhalb der NATO und einer Krise der liberalen internationalen Ordnung gesprochen. Der Vortrag skizziert die Veränderungen in der US-Außenpolitik unter Donald Trump sowie ihre Folgen für die deutsche und europäische Außenpolitik und das europäische Streben nach strategischer Autonomie. An diesem Abend werden aktuelle Forschungen zur Internationalen Politik vorgestellt. Wir laden Sie ein, mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Kai Oppermann ins Gespräch zu kommen.
Seit Urzeiten erkunden Menschen den Willen der Götter, befolgen deren heilige Ordnung und hoffen auf Erlösung. Der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Maier beschreibt in seinem Buch „Weltgeschichte der Religionen. Von der Steinzeit bis heute“ die Geschichte der Religionen von den frühesten Grabkulten über die Weltbilder des Alten Orients und den Monotheismus bis zu den heutigen Religionskonflikten und der individuellen Suche vieler Menschen nach Heil. An diesem Abend möchte er zu seinen Forschungen rund um die Geschichte der Religionen ins Gespräch kommen.
Mit Internet, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz verändern sich Arbeitswelten seit vielen Jahren spürbar. Unter anderem wird Arbeit flexibler und mobiler, Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen verschwimmen. Kommunikation und Zusammenarbeit werden mittlerweile in hohem Maß über digitale Medien organisiert. Damit ändern sich Anforderungen an die Einzelnen, Kollegialität und die Bedeutung des betrieblichen Arbeitsplatzes als sozialem Ort. Der Vortrag gibt einen Überblick über zentrale Forschungsergebnisse, insbesondere zum Wandel von Büroarbeit.
Seit 1990 ist es in Ostdeutschland möglich, die Geschichte der sowjetischen Speziallager nach dem Zweiten Weltkrieg öffentlich aufzuarbeiten. Das betrifft auch die Verhaftungen in Chemnitz und Umgebung. Viele Betroffene kamen ohne ein Urteil in das Speziallager Nr. 2 in Buchenwald. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald informieren in dieser Veranstaltung über die Geschichte der Speziallager und aktuelle Forschungsergebnisse. Sie geben Anregungen für biografische Recherchen zu Verhafteten und möchten Geschichtsinteressierte zum Gespräch einladen.
Der Vortrag erläutert die Grundnorm der seit 1945 geltenden Völkerrechtsordnung: das Verbot der Anwendung militärischer Gewalt in den internationalen Beziehungen. Mit dem Blick eines Praktikers geht Prof. Dr. Dr. Claus Kreß auf ihren historischen Hintergrund ein und untersucht mit der Friedenssicherung die aktuellen politischen Herausforderungen des Völkerrechts und seine Zukunftsperspektiven. Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „vhs.wissen live – das digitale Wissenschaftsprogramm“ als Kooperation der Volkshochschulen Chemnitz, Landkreis Esslingen und SüdOst im Landkreis München.
Geschlossene Venerologische Stationen – dahinter verbirgt sich ein Kapitel von DDR-Unrecht, das bislang nur wenig bekannt ist. Unter dem Vorwurf, an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden, wurden zehntausende Frauen ab einem Alter von zwölf Jahren für mehrere Wochen in abgeschlossene Klinikbereiche zwangseingewiesen. Dort waren sie täglich sexualisierter Gewalt und einem rigorosen Disziplinierungs- und Strafregime ausgesetzt. Der Vortrag gibt einen Überblick zu diesem Thema und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse für den ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., der Gedenkstätte Hoheneck, des Instituts für Politikwissenschaft der TU Chemnitz, der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Volkshochschule Chemnitz. Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.