Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern -NEU-

zurück



Kurs in den Warenkorb legen
Dieser Kurs ist buchbar!

Mittwoch, 26. Mai 2021 19:00–20:30 Uhr

Kursnummer S2110150
Kursleitender Prof. Dr. Samuel Salzborn
Datum Mittwoch, 26.05.2021 19:00–20:30 Uhr
Anzahl Termine 1 Veranst.
Plätze max. 20 noch genügend Plätze frei
Entgelt entgeltfrei
Ort Online

Kurs weiterempfehlen


Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah galt lange als bundesdeutsche Erfolgsgeschichte. Dieses Image beginnt mit der zunehmenden Rechtsradikalisierung in Politik und Gesellschaft mehr und mehr zu bröckeln.
Samuel Salzborn zeigt, dass in diesem bundesdeutschen Selbstbild immer schon die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektion ausgeblendet wurde. Er vertritt die These, dass eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden habe. Durch die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern manifestiert sich vielmehr ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist. Dies gilt es zu hinterfragen und zu diskutieren.

Der Referent des Abends, Prof. Dr. Samuel Salzborn, ist Politik- und Sozialwissenschaftler und Ansprechpartner des Landes Berlin für Antisemitismus sowie Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Prof. Dr. Samuel Salzborn Politik- und Sozialwissenschaftler


nach oben

Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

© 2021 Konzept, Gestaltung & Umsetzung: ITEM KG